2. Etappe: Wenn dich nachts um drei die Kreativität schmust...

Aktualisiert: 26. Jan.

Ja hoppla und los ging's und zwar ganz unverhofft letzte Nacht!

Schon nach den 1.Schritten verliess ich den vorgeplanten Weg mit Zielrichtung "Einleitung". (Dazu muss ich sagen, dass ich dich liebe Leserin/lieber Leser nun regelmässig mit auf die Reise meiner Buchentstehung mit nehme.)



Von 3:00 - 6:00 Uhr war ich auf einer Expedition zu einer mir noch unbekannten und unentdeckten (Koch) Insel. Eine Nachtwanderung – ziemlich abenteuerlich! Als ich die Insel betrat/die ersten Worte darüber schrieb, war ich mir überhaupt nicht im Klaren, wo ich mich befand. Kein Kompass, nix. Mit den weiter geschriebenen Sätzen aber zeigte sich nun, dass es sich sogar um eine ganze besondere Insel mit einem verborgenen Schatz handelte…um eine Schatzinsel (!!!) und dass diese ein Untertitel des Kapitel 5/Mutterschaft haben wird.

"Na sowas" - dachte ich mir, " jetzt schon ein solcher Höhepunkt - es ist doch erst die 2. Etappe?!?" Nun gut, man soll die Schätze heben, wenn sie sich zeigen - wäre ja blöd daran vorbei zu gehen wenn's einem nicht gerade in den Kram und den Reiseplan passt...oder?

Als Mutter können wir jedoch diesen Schatz auch unbeachtet liegen lassen, an ihm tagtäglich vorbei gehen, ihn ignorieren – ihn/diese Möglichkeit verlieren…Denn diese Schatztruhe ist dunkel und von Aussen keine Schönheit – sie wird oft als "der gähnende Alltag" angesehen, langweilig, nervig, störend, im Wege stehend… Dazu hat dieser Schatz 10 knorrige, verrostete und alte Schlösser (unsere alten Muster, Wunden, Verletzungen, Traumas der Generationen – weitergegeben von unseren Ahninnen) die gut verschlossen sind. Jedes dieser Schlösser braucht einen passenden Schlüssel. Das ist der Schlüssel der Zeit, der Schlüssel des gegenseitigen Vertrauens, der Schlüssel der Bereitschaft, der Schlüssel der Verbundenheit, der Schlüssel des Mitgefühls, der Schlüssel der Heilung, der Schlüssel der Liebe zur Tätigkeit/zum Kochen – zu den Lebensmitteln – zum eigenen Körperwesen/unserer Natur – und der Schlüssel der Liebe zwischen den Generationen/Mutter und Tochter. Diese schwere Kiste zu öffnen ist nicht einfach und man kann es nicht erzwingen. Die Schlüssel werden nach und nach auf dem Heilweg in die Schlösser passen und dann schaut man irgendwann mit klarem Blick hinein: Es glitzert darin warm und es funkelt hell. Es ist keine schillernde Spiritualität die man da sieht – es ist der Alltag der Mutter der sich als Initation offenbart. Es ist die Achtsamkeit, die Wertschätzung, der Segen und die Liebe die das Herz der Mutter und diesen Schatz nach und nach geöffnet hat. Sie wird ihn an die nächste Generation weitergeben können...

Ja in diesem Kapitel geht es nicht nur um die Ernährung zur Mutterschaft, vor der Empfängnis, während der Schwangerschaft und danach - es geht auch um die wichtigen Heilschritte während dem ganzen grossen Zeitfenster Mutterschaft. Und es geht um Initation - ein wichtiges Wort das scheinbar jetzt erscheinen möchte und reif ist!

Auf bald ihr Abenteuerlustigen - wer weiss wohin die Reise weiter geht!


PS 1: Während ich diese Zeilen schreibe verabschiedet sich meine Tochter aus unserer gemeinsamen Zeit. Es ist ein bedeutsamer Übergang und ein stimmiges Abnabeln für uns Beide. Sie wird in den nächsten Monaten ausziehen und ihr eigenes Leben beginnen. Als Brücke haben wir dieses Buchprojekt - sie wird die Illustrationen dazu gestalten, juhuiiii!


PS 2: Ich umarme und sortiere hier gerade meine Kochbücher der vergangen 20 Jahre. Ich bin lange Zeit ruhig davor gesessen und war tief berührt. Was für eine Sammlung, was für Erfahrungen, was für Irrwege, was für Inspiration und was für ein Glück jetzt mein eigenes Kochbuch zu schreiben.




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